Solognote-Schaf

Diese Rasse stammt aus der wald- und seenreichen Sologne, einer Region in Zentralfrankreich.

Das Solognote-Schaf soll dem rustikalen, französischen Urschaf am ähnlichsten sein. Mit einer Schulterhöhe von 60-70 cm, ist es zwar nicht sehr groß, dafür aber umso besser an seinen Lebensraum angepasst: Sein geringes Gewicht und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten sind die besten Voraussetzungen für ein Leben in feuchten Sumpf- und Waldgebieten.

Die Region erfuhr durch den Wollhandel bereits in der Renaissance großen Wohlstand, so dass die Bestände damals gesichert waren.
Im Ort Romorantin hat sich ein florierender Woll- und Tuchhandel entwickelt, was nicht zuletzt auf die damalige Versorgung der Soldaten mit Textilien zurückzuführen war.

Erschließung der Region, Entwässerung, Aufforstung und Jagd sind nur einige Gründe, weshalb die Anzahl der Solognote-Schafe dramatisch zurückgegangen ist.
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts haben sich die Bestände langsam erholt, aber selbst heute noch gilt die Rasse der Solognote als bedrohte Art.

photo: Fam. Kouwenhoven

Die Vorliebe für Gehölze macht diese Rasse heute besonders wertvoll zur Rodung bzw. zum Erhalt von Flächen in Naturschutzgebieten.

Die Solognote-Wolle, die bei mon petit rouet versponnen wird, stammt von einer Herde aus dem Creuse, einem Departement nordwestlich des Zentralmassifs.

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photo: Daniel Berkmann

Die Wolle des Solognote-Schafs hat eine charakteristische creme-kastanienbraune Farbe. Einige Züchter knüpfen heute an die lange Tradition dieser Wolle an und tragen somit maßgeblich zum Erhalt der Rasse bei.

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photo: Daniel Berkmann